Richtig epilieren

So funktioniert der Epilierer & Haare entfernen

Aktualisiert am: 30. April 2019 | | Werbelinks sind mit * gekennzeichnet
Ein Epilierer ist ein elektrisches Gerät, welches zur Entfernung von Körperhaaren angewendet wird. Der Epilierer besitzt den großen Vorteil, dass er die Haare samt der Haarwurzel entfernt, anstatt sie einfach nur oberflächlich abzurasieren. Der Vorteil dieser Methode ist der langanhaltende Effekt: Der mit einem Pinzettensystem ausgestattete Epilierer sorgt nämlich dafür, dass die Haare erst in etwa vier bis sechs Wochen wieder nachwachsen. Allerdings sollte dabei auch nicht vergessen werden, dass diese Vorgehensweise schmerzhaft ist und zudem Irritationen der Haut auftreten können. In diesem Artikel befassen wir uns mit der Funktionsweise eines Epilierers und mit den Vorteilen und Nachteilen bei seiner Anwendung.

Epilierer – verschiedene Arten

Epilierer werden in verschiedenen Formen und Größen zum Verkauf angeboten. Dabei beinhaltet jedes Gerät je nach Form und Typ verschiedene spezielle Aufsätze. Mit diesen Aufsätzen lassen sich Haare an den Beinen, Achseln, im Intimbereich und im Gesicht entfernen. Allerdings sollte beim Entfernen der Achselhaare, Haare der Bikinizone und im Gesicht vorsichtig vorgegangen werden. In diesen Bereichen am Körper können leicht Schmerzen auftreten, da die Haut in diesen Arealen wesentlich sensibler als beispielsweise im Bereich der Beine ist. Ob hier der Gebrauch Sinn macht, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Das erweiterte Einsatzgebiet

Ursprünglich war das Epilier-Gerät dafür konzipiert, Haare im Bereich der Beine zu entfernen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden jedoch immer mehr Apparate entwickelt, die auch für die Haarentfernung von weiteren Körperstellen einsetzbar sind. Einige Geräte dieses Typs waren von vornherein schon dazu bestimmt universell einsetzbar zu sein. Andere Geräte werden dafür mit verschiedenen Aufsätzen ausgerüstet, um damit auch an schwer erreichbaren oder empfindlichen Stellen angewendet werden zu können. Sondermodelle sind mit der Hair-Lift-Technik ausgestattet: Diese sorgt dafür, dass die auf der Haut aufliegenden Haare bei der Anwendung aufgerichtet werden.

Klassischer Epilierer vs. Laser

Streng genommen gibt es sogar zwei grundsätzliche Arten des Epilierens - das temporäre und das permanente Verfahren. Die temporäre Methode reißt dabei das Haar aus, während die Wurzel intakt bleibt (siehe Waxing oder der klassische Epilierer) Damit ist eine Wiederholung nötig. Bei der permanenten Methode werden die Haarwurzeln mittels einer Laserbehandlung zerstört, einem Verfahren, das sich ebenfalls zu den Epilationsmethoden zählt. Dadurch ist ein Nachwachsen von Härchen nicht mehr möglich. Die permanente Methode wird vorzugsweise in Kosmetikinstituten durchgeführt, kann jedoch auch zuhause mittels IPL verwendet werden. Die temporäre Anwendung bedarf geringerer Investition und kann mit Hilfe eines geeigneten Gerätes problemlos von jedem durchgeführt werden.

Zurück beim klassischen Epilierer unterscheidet man zwischen Nass- und Trocken-Epilierern. Ein Nass-Epilierer - beispielsweise der Silk Épil 9 von Braun - ist mit einem Akku ausgestattet und kann somit auch unter der Dusche verwendet werden. Ein Trocken-Epilierer dagegen - hier wäre ein Beispiel der Satinelle von Philips - darf aufgrund einer bestehenden Stromschlaggefahr nicht im Nassbereich eingesetzt werden. Es gibt sogar Epiliergeräte, die mit einer Massagefunktion versehen sind. Diese Massagefunktion sorgt dafür, dass jeglicher Schmerz reduziert werden.

Wie funktioniert ein Epilierer

Ein solcher Apparat sieht einem Elektro-Rasierer ziemlich ähnlich. Die Funktionsweise der beiden ist allerdings sehr verschieden. Ein Rasierer ist mit Klingen ausgestattet, mit denen die Haare mehr oder weniger nur oberflächlich entfernt werden können. Ein Epilierer dagegen reißt die Haare bis zur Wurzel heraus. Hierfür werden extra Pinzetten verwendet, wobei je nach Gerät bis zu 50 Pinzetten zum Einsatz kommen.

Wer eine Haarentfernung durch  Epilation durchführen möchte, sollte eine Haarlänge von 2 mm bis 5 mm vorweisen können. Vor der Ausführung macht es außerdem Sinn, die Haut mit Hilfe eines Peelings von Hautschuppen und Cremes zu befreien. Die Anwendung von warmem Wasser öffnet zudem die Poren, was die Haut entspannter und geschmeidiger macht. Wer bei der Anwendung Schmerzen mildern möchte, der sollte auf einen Apparat zurückgreifen, der mit einer Kühl- oder Massagefunktion ausgestattet ist. Alternativ kann zur Schmerzlinderung die Haut auch mit Eiswürfeln gekühlt werden.

Epilierer im Intimbereich anwenden

Beim Einsatz unter den Achseln oder im Bikinibereich sollte vorsichtig vorgegangen werden, schließlich ist hier die Haut extrem empfindlich. Entstehen zu große Schmerzen, sollte die Behandlung abgebrochen beziehungsweise auf die Durchführung gänzlich verzichtet werden. Nicht zu vergessen: die Haare im Intimbereich sind deutlich dicker und härter, dies verursacht beim Epilieren mehr Schmerzen.

Es passiert nicht selten, dass nach durchgeführter Epilation Hautirritationen auftreten. Hier sollte zur Behandlung auf Produkte mit Aloe Vera oder Kamille zurückgegriffen werden. Dabei sind gerade anfangs Rötungen oder leichte Schwellungen der Haut keine Seltenheit. Nach mehrmaligem Epilieren lassen diese jedoch deutlich nach.

Vorteile bei der Benutzung von Epiliergeräten

Anwender dieser Haarentfernungsmethode haben den Vorteil, dass die Haare längere Zeit nicht mehr nachwachsen. Durch das Herausziehen der Haare an der Wurzel benötigt das Haar deutlich länger, bis es wieder nachgewachsen ist.
Die Kosten für ein hochwertiges Gerät liegen in etwa bei 70 Euro. Dabei sollte aber auch beachtet werden, dass keine weiteren Kosten mehr anfallen. Wer sich rasiert muss regelmäßig neue Klingen kaufen, ein qualitativ hochwertiges Epiliergerät hat jedoch eine durchschnittliche Lebensdauer von drei bis vier Jahren. Wer sich regelmäßig epiliert, dessen Haare werden im Laufe der Zeit immer dünner und weicher, zudem verringert sich das Wachstum der Haare generell. Ebenso benötigt eine Epilation keinerlei Vorbereitung und kann dadurch einfach und schnell vorgenommen werden. Mit sogenannten Akku-Epilierern kann man die Epilation sogar unterwegs ausführen.

Nachteile bei der Benutzung von Epiliergeräten

Hin und wieder kann es vorkommen, dass nach durchgeführter Epilation einige Haare zwischen den Hautschichten wachsen und damit nicht mehr ganz zur Oberfläche durchdringen können. Eingewachsene Haare können dann zu leichten Schmerzen am Haaransatz führen. Gesundheitlich ist das Einwachsen von Haaren aber unbedenklich. Außerdem gibt es mittlerweile schon viele gute Pflege-Tipps dafür, die man diesem Problem entgegen wirken kann. Beispielsweise kann ein Peeling am Tag vor der Epilation die Haut von Schüppchen und anderen Störfaktoren befreien, die das Haar ansonsten beim Herauswachsen behindern würden.

Haare richtig epilieren

Wer seine Achselhaare epilieren möchte, kann dies in der Regel problem- und schmerzlos durchführen. Die Haut unter den Achseln ist eher unempfindlich, obwohl das Schmerzempfinden von Anwender zu Anwender verschieden sein kann. Einigen Anwendern ist diese Methode eher unangenehm, während andere schwören, kaum ein Ziepen zu spüren. Hier spielt auch die Dicke der Haare eine nicht unbedeutende Rolle. Es sollte aber beruhigen, dass sich die Achselhaut nach mehrmaliger Anwendung an diese Vorgehensweise gewöhnt und die Schmerzen im Laufe der Zeit deutlich abnehmen.

Noch ein paar Tipps: Bevor man mit dem Epilieren beginnt, sollte immer vorab die Bedienanleitung des Gerätes durchgelesen werden. Das sorgt für eine fachgerechte Handhabung und solide Basis für eine Behandlung. Es gibt aber auch Tipps und Tricks, die das Epilieren der Achseln schmerzfrei machen. Die beste Methode ist die Erwärmung der Haut vor dem Epilieren, wodurch sich die Poren der Haut öffnen und die Haare sich fast schmerzfrei entfernen lassen. Empfehlenswert ist auch, den dazugehörigen Massage-Aufsatz des Gerätes zu verwenden, wodurch die Durchblutung der Haut angeregt wird. Ebenso sollte man die Achselhaare nicht zu lang wachsen lassen und sie etwa drei Tage vor der geplanten Epilation rasieren. Die Körperhaare wachsen in diesen drei Tagen auf etwa fünf Millimeter und erreichen damit die ideale Länge für die Haarentfernung. Nach dieser Beauty-Behandlung , kann man dann glatte Achseln ganz ohne Rasieren genießen.

Bringt die Anschaffung eines teuren Modells bessere Ergebnisse?

In der Regel bezahlt man für ein qualitativ gutes Gerät zwischen 50 Euro und 150 Euro. Diese Geräte erfüllen die Voraussetzung für eine angenehme Entfernung der Haare. Im Gegensatz zur Rasur oder Wachs-Methode fallen keinerlei weitere oder laufende Kosten an. Allerdings sollte man bedenken, dass teuer nicht zwangsläufig gut ist und Modelle für 50 Euro ebenso gut sein können wie jene für 150 Euro. Einen guten Überblick über die besten Epiliergeräte findet ihr hier.

Letztendlich entscheidet jeder Interessierte selbst, welches Gerät für ihn das Beste ist. Die Auswahl diesbezüglich ist riesig und mehr noch als das Reißen der Haare schmerzt hier die Qual der Wahl. Wer sich beim Kauf unsicher ist, welches Modell denn nun was macht, kann auch vorab eine ausführliche, unverbindliche und kostenlose Beratung im Geschäft vor Ort in Anspruch nehmen.

Wo kann man einen Epilierer kaufen?

Epilierer können in der Drogerie oder im Fachgeschäft ebenso wie im Internet gekauft werden. Angeboten werden diese Geräte in verschiedenen Größen, Formen und Preisklassen. Zusätzlich sind viele Modelle mit unterschiedlichen Aufsätzen ausgestattet. Diese erleichtern das Entfernen von Härchen an besonders empfindlichen Stellen des Körpers.

Der große Vorteil bei der Bestellung im Internet liegt darin, dass man die Ware direkt bis an die Haustür geliefert bekommt. Auch preislich ist der Kauf über das Internet oft vorteilhaft, da auf Aktionen und Rabatte zurückgegriffen werden kann. Außerdem wird einem der Vergleich verschiedener Marken wie Philips und Braun erheblich erleichtert.

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