Vagina / Scheide rasieren

Tipps und Tricks für einen gepflegten Intimbereich

Aktualisiert am: 06. März 2018
Vagina rasieren
Sich den Intimbereich zu rasieren liegt derzeit voll im Trend und gerade bei Frauen ist es mittlerweile fast ein Muss. Viele Partner empfinden eine haarfreie Vagina als ästhetischer und man selbst fühlt sich untenrum rasiert einfach frischer und wohler.

Allerdings ist die Rasur der Scheide gar nicht so simpel, wie es auf den ersten Blick scheint. Hierbei gibt es eine Menge Dinge zu beachten, um ein wirklich makelloses Ergebnis zu erhalten. In diesem Artikel klären wir dich über Tipps und Tricks auf, wie du möglichst schonend deine Muschi rasieren kannst.

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Schritt 1: 
Bereich enthaaren
Schritt 2:
IPL-Gerät anwenden
Schritt 3: 
12 Wochen haarfrei

Muschi rasieren – Tipps und Tricks für einen glatten Schambereich

Grundsätzlich ist die Intimrasur die am weitest verbreitete aller Methoden und prinzipiell auch weithin gut verträglich. Damit sie nicht nur schonend, sondern auch möglichst effektiv ist, gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

Schamrasur – Die Vorbereitung

Als Erstes solltest du darauf achten, dass deine Schamhaare nicht zu lang sind, da sie sonst die Rasierklinge verstopfen. Bei Bedarf solltest du die Haare mit einer scharfen Schere, einem Trimmer, elektrischen Rasierer oder Ähnlichem kürzen. Des Weiteren solltest du dir vor der Rasur den Intimbereich mit einem speziellen Shampoo oder Duschgel und warmem Wasser waschen. Dies hat den Vorteil, dass Schmutz und schlechte Gerüche entfernt und die Haare aufgeweicht werden.

Die eigentliche Intimrasur

Nun kannst du dich zwischen der Nassrasur oder der Trockenrasur entscheiden, die jeweils wiederum Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Nassrasur

Hierbei trägst du zunächst Rasierschaum, Rasiergel oder bestenfalls eine Intimlotion auf deinen Intimbereich auf. Achtung: Im Rasiergel, Schaum oder der Lotion, die du verwendest, sollte auf keinen Fall Alkohol enthalten sein, denn das reizt die Haut!
Alternativ kannst du natürlich auch nur mit Wasser rasieren, dies ist aber einfach nicht so angenehm und schonend für die Haut, weshalb wir zum Gel, Schaum oder der Lotion raten.

Ist dies erledigt, rasierst du dir im Anschluss mit der Haarwuchsrichtung die Haare ab. Achte darauf, dass du keinen unnötigen Druck ausübst. Tipp: Spanne die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger, dann gleitet die Rasierklinge besser über die Haut.

Nachdem du auf diese Art und Weise einmal die gesamte Muschi rasiert hast, wiederholst du nochmal genau das gleiche, dieses Mal rasierst du jedoch gegen den Strich, um auch die letzten Stoppeln zu eliminieren. Tipp: Neigen deine Haare zum Einwachsen, lasse diesen letzten Schritt einfach weg. Dann ist die Haut zwar nicht ganz glatt, aber die Haare dafür nur in Wuchsrichtung abgeschnitten, wodurch sie wieder gerade aus der Haut wachsen können.

Trockenrasur

Wenn deine Haut sehr anfällig für eingewachsene Haare ist oder du einfach keine ganz glatte Haut im Intimbereich haben möchtest, dann ist vielleicht die Trockenrasur etwas für dich. Hierbei rasierst du mit einem elektrischen Rasurapparat oder einem Trimmer jene Stellen, die du haarfrei(er) haben willst.

Mit dieser Methode kannst du mit den Aufsätzen auch die Länge der Haare definieren. Um die Haare so kurz wie möglich zu rasieren, kannst du den Aufsatz auch abnehmen und mit den Klingen direkt über die Haut streichen. Falls du das noch nie gemacht hast, probiere es an einer anderen Körperstelle aus – es kribbelt zwar etwas, bei herkömmlichen Geräten von etablierten Marken werden die Haare aber gründlich gekürzt und es besteht so gut wie kein Verletzungsrisiko. Vorsicht walten zu lassen gilt bei kleinen Hautunebenheiten wie Muttermalen, Warzen und feinen Hautrillen, denn diese können sich unter Umständen in den Klingen verfangen.

Vagina rasieren – Die Nachsorge

Pflegende Lotion
Nach der Rasur hilft eine pflegende Creme die gereizte Haut zu beruhigen.
Nach der Rasur wäschst du sorgfältig deine Vagina und putzt die Rasierklinge. Achte darauf, beim Abtrocknen nicht zu rubbeln, sondern die Haut abzutupfen. Im Anschluss benutzt du Babypuder, Pflegeöl oder eine sanfte Creme, um die Haut im Intimbereich zu beruhigen.
Tipp: Rasiere dich bestenfalls vor dem Schlafengehen, da die Haut nach der Rasur sehr empfindlich ist und durch die Reibung der Kleidung Rötungen und Ausschläge entstehen könnten.

Um einen stets gepflegten und möglichst haarfreien Intimbereich zu erhalten, solltest du dir mindestens zwei Mal wöchentlich die Muschi rasieren. Dabei wird die Haut abgehärtet und gewöhnt sich an die Rasur. Das hat zur Folge, dass du immer weniger Hautausschläge im Intimbereich haben wirst.

Scheide rasieren – oder gibt es doch Alternativen?

Es gibt sie, die Alternativen zur herkömmlichen Intimrasur. Allerdings hat jede Methode Ihre Vor- und Nachteile und man sollte sich über diese vor einer Behandlung im Klaren sein. Hauptsächlich geht es darum, dass nicht jede Methode für jeden Hauttyp geeignet ist. Außerdem spielt deine persönliche Schmerzgrenze und deine Zeit, die du dafür aufwenden willst, eine große Rolle.

Epilation, Sugaring und Waxing im Intimbereich

Es gibt Menschen, die auf diese Methoden schwören und sie regelmäßig anwenden. Vor der Anwendung solltest du dir jedoch wirklich bewusst machen, dass diese Behandlungen mit mehr oder weniger starken Schmerzen einhergehen.

Während beim Waxing und Sugaring die Haare unter Verwendung von Wachs und Zuckerpaste mit einem Ruck flächig herausgerissen werden, passiert dies beim Epilieren langsam und ohne Klebemittel. Der Epilierer zieht dir jedes Härchen einzeln raus, was nochmal schmerzhafter ist.

Epilation, Waxing und Sugaring - Die Vorteile

Selbstverständlich hat das Herausrupfen der Haare etwas Positives an sich: Der größte Pluspunkt ist, dass die Haare erst nach einigen Wochen erneut nachwachsen und die Haut in dieser Zeit babyweich ist. Das sind jedoch die einzigen nennenswerten Vorteile des Herausreißens der Schambehaarung.

Epilaton, Waxing und Sugaring – Die Nachteile

Der große Nachteil ist, dass diese Behandlungen extrem weh tun. Die Haut im Intimbereich ist sehr sensibel und übersäht von Nervenenden. Dadurch fühlt sich Waxing und Co. sehr schmerzhaft an. Wobei der Schmerz zunimmt, je näher man zu Schamlippen und Dammbereich kommt.

Der andere Nachteil ist, dass die Haare oftmals einwachsen, was ebenfalls Schmerzen verursacht. Außerdem kann man sich beim Waxing leicht verbrennen, weswegen wir von einer Heimanwendung sehr abraten. Falls du dir den Schambereich wachsen lassen möchtest, solltest du eine professionelle Kosmetikerin aufsuchen. Damit wären wir auch schon beim dritten großen Minus – diese Methoden sind relativ teuer. Während du beim Waxing und Sugaring zwischen 10,- € und 50,- € pro Behandlung liegen lässt, schlagen beim Epiliergerät die Anschaffungskosten zu Buche.

Laser und IPL-Geräte im Intimbereich

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Es gibt Kosmetikstudios, die eine Haarentfernung im Intimbereich mittels Laser anbieten. Allerdings wird sogar dort ausdrücklich vor einer Anwendung auf Schleimhäuten und dünner Haut gewarnt. Gewissenhaftes Kosmetik-Personal wird wahrscheinlich nicht deinen ganzen Schambereich behandeln können – vorausgesetzt du hast durchschnittlichen Haarwuchs. Von einer Anwendung auf den Schamlippen wird grundsätzlich abgeraten. Während die äußeren Schamlippen noch teilweise behandelt werden können, ist eine Behandlung der inneren Schamlippen und des Anus nicht möglich.

Falls du diese Methode doch ausprobieren möchtest, mache das bitte nicht zu Hause, sondern wende dich an eine Kosmetikerin. Allerdings musst du sogar im Kosmetikinstitut damit rechnen, dass die Behandlung unangenehm wird und wahrscheinlich ein bisschen brennt. Dies liegt einfach daran, dass die Haut im Intimbereich sehr empfindlich ist.

Eine neuartige Weise, Haare im Intimbereich loszuwerden, ist die IPL Behandlung, also das “Wegblitzen” der Haare mit einem schwächeren Laser. Die dafür erforderlichen, für den Heimgebrauch auf Amazon und Co. erhältlichen Geräte, sind leicht zu bedienen und erzielen bei mehrmaliger Anwendung tolle Ergebnisse. Das beste daran ist: du kannst es in deinen eigenen vier Wänden erledigen und die Haarentfernung ist dauerhaft! Damit kann der Rasierer getrost beiseite gelegt werden. Wichtig bei der Anwendung im Intimbereich ist aber die Verwendung eines guten IPL Gerätes, einer niedrigen Lichtintensität und einem gewissen Maß an Gefühl und Vorsicht – genauso, wie bei der Rasur.

Fazit: Ist das Rasieren der Vagina die beste Methode?

Bevor man diese Frage beantwortet, sollte man sich fragen: Will ich die Haare nur vorübergehend oder permanent entfernen? Für die temporäre Haarentfernung gilt: Das Rasieren der Scheide ist die wahrscheinlich, schonendste, schnellste und schmerzärmste Methode, die es momentan gibt. Bei richtiger Durchführung wird die Haut nicht oder nur minimal gereizt und durch die anschließende Pflege wird Ausschlägen und Rötungen vorgebeugt. Außerdem kann eine Rasur problemlos und schnell zuhause durchgeführt werden und bedarf keiner langen Vorbereitungszeit. Für all jene, die die Haare ohnehin dauerhaft loswerden wollen, ist sicherlich IPL der schmerzärmste und effizienteste Weg zu einer haarfreien Scheide.

Wir hoffen, wir konnten dir im Artikel einige nützliche Tipps und Tricks rund um das Loswerden der Schambehaarung und das Erhalten eines schönen, haarfreien Intimbereichs geben. Jetzt steht der Entfernung der Haare und einem angenehmeren Lebensgefühl nichts mehr im Wege!

Autor

Melanie Sauer

Die gelernte Kosmetikerin Melanie Sauer beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit dem Thema der dauerhaften Haarentfernung. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie ein Kosmetikstudio in München.

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